Es gibt erneut Grund zu feiern: Das nächste Goofy-Jubiläum ist da! Der Animationsfilm „Goofy – Der Film“ (A Goofy Movie) feiert am 7. April 2025 sein 30-jähriges Jubiläum. Dieser von Walt Disney Television Animation produzierte Film erzählt eine wundervolle Vater-Sohn-Geschichte. Unter der Regie von Kevin Lima basiert er auf der beliebten Disney-Afternoon-Serie „Goofy und Max“ von Robert Taylor und Michael Peraza. Die Handlung spielt drei Jahre nach der Serie und nimmt uns mit auf eine unvergessliche Reise: Goofy und sein pubertierender Sohn Max begeben sich auf einen chaotischen, aber berührenden Angelausflug quer durch Amerika – ein Abenteuer, das ihr Leben für immer verändern wird.
- Entstehung und Entwicklung
- Veröffentlichung und Erfolg
- Handlung
- Not Just a Goof
- 30 Jahre später – Meine Jubiläums-Fanarts
Entstehung und Entwicklung
„Goofy – Der Film“ entwickelte sich aus der Disney-Afternoon-Serie „Goofy und Max“ von einem TV-Special zu einem Kinofilm unter der Regie von Kevin Lima. Der Regisseur, der später auch „Tarzan“ (1999) und „Verwünscht“ (2007) inszenierte, wollte Goofy als vielschichtigen Charakter zeigen und verlegte die Handlung mehrere Jahre nach der Serie, mit einem nun teenagerhaften Max in der High-School. Die Vater-Sohn-Geschichte wurde von einem persönlichen Erlebnis des damaligen Disney-Chefs Jeffrey Katzenberg inspiriert.
Der Film entstand durch eine internationale Zusammenarbeit verschiedener Disney-Studios. Die Animation wurde – mit einem kleineren Budget als zeitgleiche Produktionen wie „Der König der Löwen“ – zwischen Studios in Frankreich, Australien, Spanien und Kanada aufgeteilt. Die Hauptarbeit erfolgte bei Walt Disney Animation France in Paris, während die Nachbearbeitung in Burbank stattfand. Wegen eines defekten Monitors mussten drei Viertel des Films neu aufgenommen werden, was zu erheblichen Verzögerungen führte.
Viele Sprecher der Serie kehrten zurück, darunter Bill Farmer als Goofy und Jim Cummings als Kater Karlo. Für Max wurden neue Stimmen gefunden: Jason Marsden als Sprecher und Aaron Lohr für die Gesangsparts. Interessanterweise wollte Katzenberg ursprünglich Steve Martin als Goofy besetzen und versuchte, Farmers charakteristische Goofy-Stimme durch eine normalere Version zu ersetzen – eine Idee, die nach einer Woche verworfen wurde.
Die Filmmusik stammt von Carter Burwell, wurde aber später von Don Davis überarbeitet, um einen traditionelleren Disney-Sound zu erreichen. Der R&B-Sänger Tevin Campbell steuerte als fiktiver Popstar Powerline die Songs „Stand Out“ und „I 2 I“ bei, während Bill Farmer und Aaron Lohr weitere Musiknummern sangen. Das Soundtrack-Album erschien am 18. März 1995. Später entstanden Coverversionen der Songs, unter anderem von Mitchel Musso (2010) und Magnolia Park (2024).

Veröffentlichung und Erfolg
Die Weltpremiere von „Goofy – Der Film“ fand am 5. April 1995 im AMC Pleasure Island im Walt Disney World Resort statt – in Anwesenheit von Regisseur Kevin Lima und den Synchronsprechern Bill Farmer und Jenna von Oÿ. Der offizielle Kinostart in den USA und Kanada folgte am 7. April 1995, nachdem der ursprüngliche November-Termin 1994 verschoben worden war. Mit einem Einspielergebnis von 37,6 Millionen Dollar bei Produktionskosten von 18 Millionen Dollar erreichte der Film zunächst nur mäßigen Erfolg und erhielt gemischte Kritiken.
Der von Jeffrey Katzenberg genehmigte Film wurde nach dessen Entlassung im April 1995 von Disney lediglich als vertragliche Verpflichtung betrachtet. Dennoch entwickelte er sich über die Jahre zum Kultfilm. Eine besondere Würdigung erfuhr er 2017 durch eine limitierte Wiederaufführung im El Capitan Theatre (25. August bis 4. September).

Die Heimkinoveröffentlichung begann am 6. September 1995 mit VHS und LaserDisc in Nordamerika. Im Jahr 2000 folgte eine DVD-Version als Teil der Walt Disney Gold Classic Collection, 2019 erschien die erste Blu-ray-Veröffentlichung als Disney Movie Club-Exklusivtitel. Die aktuellste Version wurde am 14. November 2023 als Teil der „Disney Legacy Animated Film Collection“ zum 100-jährigen Disney-Jubiläum veröffentlicht.
Eine Direct-to-Video-Fortsetzung „Goofy nicht zu stoppen“ („An Extremely Goofy Movie“) erschien am 29. Februar 2000. Diese Geschichte, in der Goofy und Max als Kommilitonen aufs College gehen und an den X-Games teilnehmen, bildete den Abschluss der „Goofy und Max“-Serie.
2023 erstellte The Bigger Pictures Film Restoration eine 4K-HDR-Version als Bildungsprojekt, welche technische Mängel wie tote Pixel und Verschmutzungen beseitigte. Die Restaurierungsarbeit wurde in einer YouTube-Dokumentation festgehalten, wobei keine offizielle Veröffentlichung dieser Version geplant ist.
Handlung
Max Goof ist ein durchschnittlicher Teenager, der für seine Mitschülerin Roxanne schwärmt, den Popstar Powerline verehrt und ein angespanntes Verhältnis zu seinem tollpatschigen, altmodischen Vater Goofy hat – in den er fürchtet, sich zu verwandeln. Am letzten Schultag vor den Sommerferien kapert Max mit Hilfe seiner Freunde K.J. und Bobby eine Schulversammlung, wo er zu einem Powerline-Song lip-synct und tanzt. Die Aufführung macht ihn zum Schulstar, woraufhin er Roxanne zu einer Viewing-Party von Powerlines bevorstehendem Konzert in Los Angeles einlädt.

Als Schuldirektor Mazur Goofy vor Max‘ möglicher Jugendkriminalität warnt, plant dieser sofort einen Angelausflug zum Lake Destiny in Idaho, um das Verhalten seines Sohnes zu korrigieren. Beim Versuch, sein Date mit Roxanne abzusagen, gerät Max in Panik und behauptet, dass er und Goofy nicht nur zum Konzert nach Los Angeles fahren, sondern sogar von Powerline eingeladen wurden, mit ihm auf der Bühne aufzutreten.
Auf ihrer Reise besuchen sie den heruntergekommenen Themenpark „Lester’s Possum Park“, wo Goofy Max unfreiwillig blamiert. Beim Camping treffen sie auf K.J. und dessen Vater Kater Karlo. Als Goofy seinem Sohn die „Perfekte Wurf“-Angeltechnik beibringt, locken sie versehentlich Bigfoot an und müssen die Nacht im Auto verbringen. Während Goofy schläft, ändert Max heimlich die Route auf der Karte nach Los Angeles.

Am nächsten Morgen ernennt Goofy Max zum Navigator, und sie genießen gemeinsam mehrere Zwischenstopps. In einem Motel belauscht Kater Karlo später ein Gespräch zwischen Max und K.J. und verrät Goofy Max‘ Plan. Obwohl Goofy zunächst auf das Beste hofft, wählt Max am nächsten Morgen erneut den Weg nach Kalifornien. Am Grand Canyon hält Goofy den Wagen an und verlässt ihn enttäuscht. Das Auto rollt mit gelöster Bremse davon; bei der Verfolgungsjagd landen beide in einer wilden Fahrt den Colorado River hinunter. Nach einem emotionalen Gespräch, in dem Goofy Max versichert, dass er immer sein Sohn sein wird, versöhnen sie sich. Als Goofy von Max‘ Versprechen an Roxanne erfährt, willigt er ein, zum Konzert zu fahren. Kurz darauf rettet Max seinen Vater mit der „Perfekten Wurf“-Technik vor einem Sturz in einen Wasserfall.
In Los Angeles angekommen, schleichen sie sich auf die Bühne und tanzen mit Powerline – sehr zur Freude von Roxanne. Zurück zu Hause gesteht Max ihr die Wahrheit, woraufhin sie zugibt, ihn schon immer gemocht zu haben. Sie verabreden sich zu einem Date. In diesem Moment explodiert das ramponierte Auto, katapultiert Goofy durch Roxannes Verandadach, und Max stellt seinem Vater stolz seine neue Freundin vor.

Not Just a Goof

Am 20. Mai 2024 präsentierten die Regisseure Christopher Ninness und Eric Kimelton auf der Disney Vacation Club Member Cruise eine Work-in-Progress-Version ihrer neuen Dokumentation „Not Just A Goof“.
„Not Just A Goof“ bietet einen umfassenden Einblick hinter die Kulissen von „Goofy – Der Film“. Die Dokumentation vereint neue Interviews mit historischem Archivmaterial und präsentiert bisher unveröffentlichte Lieder und Szenen. Fehlende Archivaufnahmen wurden durch Venturia Animation Studios im originalen Stil neu animiert.
Die Dokumentation enthält aktuelle Gespräche mit Regisseur Kevin Lima, Produzent Dan Rounds, Story-Supervisor Brian Pimental, Drehbuchautor Jymn Magon sowie den Synchronsprechern Bill Farmer (Goofy) und Jason Marsden (Max). Ergänzt wird dies durch Archivinterviews mit weiteren Kreativen und Sprechern, darunter Jim Cummings (Kater Karlo), Rob Paulson (K.J.), Jenna von Oÿ (Stacey) und Tevin Campbell (Powerline).
Thematisch knüpft die Dokumentation an Don Hahns „Waking Sleeping Beauty“ an und beleuchtet eine bedeutende Phase der Disney-Geschichte. Jeffrey Katzenberg, eine Schlüsselfigur, initiierte „Goofy – Der Film“ als Testlauf für eine effizientere Animationsfilmproduktion. Der Film dokumentiert zudem die Veränderungen im Studio während dieser Zeit, einschließlich Katzenbergs Ausscheiden während der Produktion.
„Not Just a Goof“ verwebt die Erfahrungen der Filmemacher geschickt mit berührenden Fan-Geschichten. Die persönlichen Beweggründe der Dokumentarfilmer Ninness und Kimelton, die erst zum Schluss enthüllt werden, machen den Film zu einer besonderen Hommage von Fans für Fans.
Im März wurde bekanntgegeben, dass der Dokumentarfilm heute auf Disney+ veröffentlicht wird, allerdings vermutlich zunächst nur in den USA, wie mir auf Nachfrage auf Instagram erklärt wurde:
„Ich glaube, dass die Dokumentation im Moment nur in den USA auf Disney+ zu sehen sein wird. Aber wir arbeiten hart daran, dass sie für alle, die sie sehen wollen, verfügbar ist. Wir sollten in ein oder zwei Monaten wissen, wann sie international veröffentlicht wird. Hoffentlich früher!“
Wir werden uns also noch etwas gedulden oder via VPN im Original schauen müssen.
30 Jahre später – Meine Jubiläums-Fanarts
Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums von „Goofy – Der Film“ möchte ich mit Euch etwas ganz Persönliches teilen. Ich war kreativ und habe drei Fanarts gestaltet, die uns einen faszinierenden Einblick in die Welt des Films bieten, wie sie heute aussehen könnte, wenn die 30 Jahre seit den Geschehnissen im Film in Echtzeit vergangen wären.

Vor 30 Jahren entdeckte ein Bigfoot die Musik für sich – ein magischer Moment, der sein Leben für immer verändern sollte. Seither ist sie sein treuer Begleiter, der ihn durch Höhen und Tiefen begleitet hat – auch wenn er mit der Zeit neue Wege finden musste, Musik zeitgemäß zu genießen. Von Kassetten bis hin zu digitalen Streaming-Diensten hat er jede technische Evolution mitgemacht. Die Musik hält den Bigfoot jung und lebendig, und selbst nach drei ereignisreichen Jahrzehnten tanzt er noch immer mit ungebremster Begeisterung durch die dichten Wälder seiner Heimat.

Vor 30 Jahren erlangte Max erste Bekanntheit, als er mit seinem Vater Goofy während eines Powerline-Konzerts auf die Bühne gelangte. Zuvor hatte er bereits in seiner Schule Powerline imitiert und dessen Hit „Stand Out“ aufgeführt. In den folgenden Jahren entwickelte sich Max zu einem erfolgreichen Skateboarder und gewann zahlreiche Wettbewerbe. Nach seiner sportlichen Karriere gründete er die Firma „Stand Out“ – benannt nach dem Powerline-Hit aus seiner Schulzeit. Sein Kindheitsfreund K.J. führt die Firma heute als Geschäftsführer.

Vor 30 Jahren besuchten Goofy und Max auf ihrem denkwürdigen Road Trip „Lester’s Possum Park“ – einen nostalgischen Themenpark, der seit Goofys Kindheit sein absoluter Lieblingsort ist. Sein lebenslanger Traum wurde nun endlich wahr: Nach umfassender Renovierung ernannte man Goofy zum offiziellen Parkbotschafter. Während Max, der sich noch lebhaft an die peinlichen Momente seiner Jugend erinnert, dem Park und seinen possierlichen Maskottchen distanziert gegenübersteht, sind seine Kinder Maxine und Dippy Junior von der charmanten Atmosphäre und den Attraktionen völlig begeistert – und auch seine Frau Roxanne scheint sich in der warmherzigen, familiären Umgebung des Parks sehr wohlzufühlen.
Happy Birthday, „Goofy – Der Film“!