Oswald der glückliche Hase und Woody Woodpecker sind zwei ikonische Zeichentrickfiguren, die durch das Walter Lantz Studio miteinander verbunden sind. Ihre Geschichte offenbart faszinierende Zusammenhänge in der Entwicklung der amerikanischen Animationsgeschichte und zeigt bemerkenswerte Parallelen zur Beziehung zwischen Micky Maus und Donald Duck bei Disney.
Am 1. Januar 2026 wurde ein bedeutender Meilenstein in der Geschichte des Urheberrechts erreicht: Werke aus dem Jahr 1930 und Tonaufnahmen von 1925 sind in den USA gemeinfrei geworden. Nach Ablauf der 95-jährigen Schutzfrist gehören nun die ursprüngliche Version von Betty Boop, Disneys Pluto in seiner Urform und weitere Micky-Maus-Cartoons zur Public Domain.
Betty Boop – Ein anthropomorpher Hund wird zur Ikone
Besonders faszinierend ist die Entwicklung von Betty Boop. Die nun gemeinfreie Version von 1930 unterscheidet sich drastisch von der heute bekannten Figur. In ihrem ersten Auftritt im Cartoon „Dizzy Dishes“ war Betty noch ein anthropomorpher Hund mit langen Pudelohren und schwarzer Knopfnase. Erst später entwickelte sie sich zu der menschlichen Figur, die als Marketing-Ikone weltberühmt wurde.
In „Dizzy Dishes“ war Betty Boop noch ein anthropomorpher Hund. | Bildquelle: IMDb
Pluto alias Rover – Nur teilweise gemeinfrei
Auch Disneys Pluto debütierte 1930 im Film „Die Sträflingskolonne“ (The Chain Gang) – allerdings noch unter dem Namen Rover. Wichtig: Nur diese spezifische Version ist gemeinfrei, nicht Pluto insgesamt. Das gleiche Prinzip galt bereits vor zwei Jahren für Micky Maus, als „Steamboat Willie“ gemeinfrei wurde, die Figur selbst jedoch geschützt blieb.
Rover, die frühe Version von Pluto aus „Die Sträflingskolonne“ ist nun gemeinfrei. | Bildquelle: Fandom
Acht weitere Micky-Maus-Cartoons aus 1930 sind jetzt gemeinfrei
Neben „Die Sträflingskolonie“ wurden im Januar 2026 acht weitere Micky-Maus-Cartoons von 1930 gemeinfrei:
„Das Geigenkonzert“ (Fiddlin‘ Around) vom 6. März – Micky spielt solo im Konzertsaal Geige
„Mickys Landkonzert“ (The Barnyard Concert) vom 5. April – Micky dirigiert ein Orchester bei der Probe von „Poet and Peasant“
„Cactus Kid“ (The Cactus Kid) vom 15. Mai – Eine mexikanische Wüstengeschichte, in der Micky Minnie vor Kater Karlo rettet
„Feuerwehrhauptmann Micky“ (The Fire Fighters) vom 20. Juni – Feuerwehrchef Micky rettet Minnie aus einem brennenden Gebäude
„Der Tanzabend“ (The Shindig) vom 11. Juli – Micky und seine Freunde tanzen in einer Scheune
„Der gefährliche Gorilla“ (The Gorilla Mystery) vom 22. September – Micky rettet Minnie vor dem entflohenen Gorilla Beppo
„Picknick im Grünen“ (The Picnic) vom 9. Oktober – Micky, Minnie und Pluto beim gemeinsamen Picknick
„Pionier Micky“ (Pioneer Days) vom 20. November – Micky und Minnie als Teil eines Planwagentrecks werden von Ureinwohnern angegriffen
Urheberrecht vs. Markenrecht – Die rechtlichen Fallstricke
Trotz der neuen Freiheiten ist Vorsicht geboten. Experten vom Center for the Study of the Public Domain der Duke University warnen davor, Urheberrecht und Markenrecht zu verwechseln. Das Copyright läuft zeitlich ab, Markenschutz kann dagegen theoretisch unbegrenzt bestehen – solange die Marke aktiv genutzt wird. Fleischer Studios hält weiterhin aktive Markenrechte am Namen „Betty Boop“ und ihrem visuellen Design, ebenso wie Disney seine Marken schützt.
In der Praxis bedeutet das: Die Figuren dürfen in neuen Werken verwendet werden, aber nicht so, dass Konsumenten ein offizielles Produkt des Rechteinhabers vermuten. Zudem sind nur die spezifischen Darstellungen von 1930 gemeinfrei – spätere optische Anpassungen bleiben urheberrechtlich geschützt.
Internationale Unterschiede beachten
Ein wichtiger Hinweis für Kreative außerhalb der USA: Diese Regeln basieren auf US-Recht. In Deutschland und der EU gilt hingegen die Regel „70 Jahre nach Tod des Urhebers“. Ein Werk, das in den USA 2026 gemeinfrei wird, kann in Deutschland noch geschützt sein – abhängig davon, wann der Urheber verstarb.
Kreative Neuinterpretationen voraus
Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt: Gemeinfreie Werke werden schnell kreativ – und teils skurril – neuinterpretiert. Ein Beispiel ist der Horrorfilm „Winnie the Pooh: Blood and Honey“ von 2023, der entstand, nachdem die Figur 2022 gemeinfrei wurde. 2025 folgte „Screamboat“, eine Horror-Version von „Steamboat Willie“. Es bleibt spannend, welche neuen Interpretationen aus den klassischen Figuren von 1930 entstehen.
„Screamboat“, eine Horror-Version von „Steamboat Willie“ aus dem Jahr 2025. (Meinen persönlichen Geschmack trifft es nicht.) | Bildquelle: IMDb
Am 13. November 1940 feierte Walt Disneys visionäres Meisterwerk „Fantasia“ seine Premiere im Broadway Theatre in New York City. 85 Jahre später bleibt dieser bahnbrechende Film ein Meilenstein der Filmgeschichte – eine außergewöhnliche Verschmelzung von klassischer Musik und innovativer Animation, die nichts von ihrer Faszination verloren hat.
Am 3. November 1950 betrat ein besonderer Charakter erstmals die Leinwand: Humphrey the Bear, im deutschsprachigen Raum als Harry bekannt. Dieser charmante Braunbär aus dem Brownstone National Park wurde zu einem von nur sieben Disney-Charakteren, die eine eigene Filmreihe mit eigenem Logo erhielten – eine Ehre, die er sich mit Micky Maus, Donald Duck, Goofy, Pluto, Chip ’n‘ Dale und Figaro teilt.
Heute, am 5. September 2025, feiert eine der bekanntesten Disney-Figuren ein ganz besonderes Jubiläum: Pluto wird 95 Jahre alt! Als treuer vierbeiniger Begleiter von Micky Maus hat dieser charaktervolle Hund Generationen von Fans weltweit begeistert. Was macht Pluto so besonders im Disney-Universum? Tauchen wir ein in die faszinierende Geschichte eines Hundes, der – ohne ein Wort zu sprechen – durch pure Animation zum Star wurde.
Heute wird ein besonderer Meilenstein der Animationsgeschichte 35 Jahre alt: „Comic-Stars gegen Drogen“ (Cartoon All-Stars to the Rescue). Diese einzigartige Fernsehproduktion wurde erstmals am 21. April 1990 in den USA ausgestrahlt. Das Besondere an der Produktion war das vereinte Auftreten bekannter Zeichentrickfiguren im Kampf gegen Drogenmissbrauch.
Es gibt erneut Grund zu feiern: Das nächste Goofy-Jubiläum ist da! Der Animationsfilm „Goofy – Der Film“ (A Goofy Movie) feiert am 7. April 2025 sein 30-jähriges Jubiläum. Dieser von Walt Disney Television Animation produzierte Film erzählt eine wundervolle Vater-Sohn-Geschichte. Unter der Regie von Kevin Lima basiert er auf der beliebten Disney-Afternoon-Serie „Goofy und Max“ von Robert Taylor und Michael Peraza. Die Handlung spielt drei Jahre nach der Serie und nimmt uns mit auf eine unvergessliche Reise: Goofy und sein pubertierender Sohn Max begeben sich auf einen chaotischen, aber berührenden Angelausflug quer durch Amerika – ein Abenteuer, das ihr Leben für immer verändern wird.
Wir kennen alle Walt Disneys berühmten Satz „It was all started by a mouse“. Dabei stimmt das nicht so ganz – eher startete es mit einem Bären, der später zu einem Kater wurde.
Kater Karlo (Pete) ist eine von Walt Disney und Ub Iwerks erschaffene Zeichentrickfigur. Als Erzfeind von Micky Maus ist er besonders für seine Versuche bekannt, Minnie Maus zu entführen. Er ist der älteste durchgängig existierende Disney-Charakter und debütierte am 15.02.1925 in „Alice Solves the Puzzle“ – somit feiert er seinen 100. Geburtstag. Ursprünglich wurde er als Bär gezeichnet, doch 1928 mit Mickys Erscheinen zum Kater umgestaltet. Nach Goofy ist Kater Karlo mein zweitliebster Entenhausener und Toontown-Bewohner. Deswegen widme ich mich in dem heutigen Longread eben jenem großartigen Schurken.
Karlo debütierte am 15. Februar 1925 in Walt Disneys Kurzfilmserie „Alice Comedies“ mit „Alice Solves the Puzzle“. Als „Bootleg Pete“ – ein Name, der sich auf seine Rolle als Alkoholschmuggler während der Prohibition bezog – versuchte er, Alice ein seltenes Kreuzworträtsel zu stehlen. Sein Auftritt als bedrohlicher, einbeiniger Bösewicht erwies sich als so erfolgreich, dass er in weiteren „Alice Comedies“ zurückkehrte.
Karlo in „Alice Solves the Puzzle“. Hier ähnelt er noch deutlich einem Bären. Bildquelle: Fandom
In der Oswald-Serie wurde Karlo am 8. September 1927 mit „Der Ozeansprung“ („The Ocean Hop“) als Schurke eingeführt. Er etablierte sich rasch als wichtiger Nebendarsteller und blieb auch nach der Übernahme der Serie durch Charles Mintz präsent. Bemerkenswert ist, dass er bis 1937 parallel in Disney- und Walter-Lantz-Produktionen auftrat – ein einzigartiges Phänomen in der damaligen Animationsbranche.
Nach dem Verlassen der Oswald-Serie erschuf Disney mit seinem Team einen Katzenbösewicht für ihren neuen Protagonisten Micky Maus. Die Figur war zunächst in den Cartoons namenlos und wurde im Januar 1930 in einem Comic-Strip als „Terrible Tom“ eingeführt. Im April 1930 erhielt sie offiziell den Namen „Pegleg Pete“ und wurde damit als neue Verkörperung des Vor-Micky-Bösewichts etabliert. Animator Norm Ferguson, der auch Pluto entwickelte, gestaltete Petes Charakter in mehreren Kurzfilmen und orientierte sich dabei am Aussehen des Schauspielers Wallace Beery.
Mittlerweile ist Karlo ein Kater geworden. Hier sehen wir in „Steamboat Willie“. Bildquelle: Fandom
Kater Karlo debütierte 1928 als Mickys Feind in „Der galoppierende Gaucho“ und „Steamboat Willie“. In „Der Kaktus-Kid“ (1930) erhielt er sein charakteristisches Holzbein und seine Stimme. Sein erster Farbauftritt folgte 1936 in „Umzugstag“. Während der 1930er-Jahre fungierte er als Mickys Erzfeind und pendelte zwischen den Rollen des Gesetzlosen und des strengen Sheriffs. Eine überraschende Wendung nahm seine Figur 1942 in „Symphoniestunde“, wo er als sympathischer Konzertförderer auftrat. In den folgenden Jahren entwickelte er sich zum Gegenspieler von Donald Duck, Goofy sowie Chip und Chap, wobei er in den 1940ern besonders häufig als Donalds Militärausbilder zu sehen war.
Comics
In den Disney-Comics wird Kater Karlo als professioneller Verbrecher dargestellt. Seinen ersten Comic-Strip-Auftritt hatte er am 21. April 1930 in „Micky Maus im Tal des Todes“, wo er zunächst als Handlanger von Balduin Beutelschneider agierte. Ab 1934 begann er, eigenständig zu operieren.
Als „Terrible Tom“ Karlo erstmals in einem Comic-Strip angekündigt. Bildquelle: Fandom
Seine Namensgebung durchlief mehrere Phasen: Anfang 1930 wurde er kurzzeitig als „Terrible Tom“ beworben, bevor sich am 24. April 1930 der Name „Pegleg Pete“ durchsetzte. In Italien ist er bis heute als „Pietro Gambadilegno“ („Holzbein-Peter“) bekannt.
Ein charakteristisches Merkmal war sein Holzbein, das zwischen dem rechten und linken Bein wechselte – ein wiederkehrender Fehler des Zeichners Floyd Gottfredson. In „Das Geheimnis am Hidden River“ (1941-42) wurde das Holzbein durch ein modernes künstliches Bein ersetzt.
1944 zog Walt Disney die Figur aus den Kurzfilmen zurück, teilweise wegen der problematischen Darstellung von Behinderung und der Inkonsistenz des Holzbeins. Karlo verschwand zunächst auch aus dem Comic-Strip, kehrte aber 1947 mit „Pegleg Pete läutert sich“ zurück und blieb bis „Die Insel Moola-La“ (1952) aktiv.
In den Comics arbeitet er häufig mit anderen Disney-Schurken zusammen, darunter die Panzerknacker, Gundel Gaukeley, Madame Mim und Captain Hook. Sein treuer Gehilfe ist der Verbrecher Schnauz, in italienischen Comics tritt oft seine Komplizin und Partnerin Trudi auf. Auch sein Cousin, der „verrückte Wissenschaftler“ Kralle, unterstützt ihn gelegentlich.
Kater Karlo hat in verschiedenen Disney-Geschichten unterschiedliche Namen bekommen. In der Geschichte „Micky Maus und der ungebetene Gast“ wird enthüllt, dass „Kater Karlo“ nur ein Deckname ist – eigentlich heißt er Karl Friedhelm Katermann. In einer anderen Geschichte, „Eine schwierige Aufgabe“ von Murry und Fallberg, wird er dagegen Karlchen Katzenkopp genannt (im englischen Original heißt er dort Percy P. Percival).
TV-Serien
Frühe Serienauftritte (1987-1992)
„DuckTales – Neues aus Entenhausen“ (1987)
In der ersten Staffel trat Kater Karlo in verschiedenen Rollen auf – mal als Antagonist, mal als neutraler Charakter. Bemerkenswert war, dass die verschiedenen Versionen von Karlo als eigenständige Charaktere behandelt wurden. Die Synchronisation übernahm Will Ryan.
„Goofy und Max“ (1992)
Diese Serie zeigte Karlo von seiner familiären Seite: Als Gebrauchtwagenhändler lebt er mit Frau Karla, den Kindern KJ und Karabinchen sowie Hund Cesar neben Goofy und seinem Sohn. Trotz seiner hinterlistigen Art ist er hier kein klassischer Bösewicht mehr. Jim Cummings übernahm ab hier die Synchronisation.
Die englischen Originalnamen Peg und Pistol (deutsch: Karla und Karabinchen) sind Wortspiele, die sich auf Kater Karlos amerikanischen Namen Pete und seine verschiedenen Bezeichnungen beziehen.
Kater Karlo und Familie. Bildquelle: Fandom
Klassische Neuauflagen (1990er-2000er)
„Neue Micky Maus Geschichten“ & „Mickys Clubhaus“
In diesen Serien kehrte Karlo zu seiner Rolle als Antagonist zurück. Er schikanierte andere Charaktere, entführte gelegentlich Minnie und agierte in „Mickys Clubhaus“ als böser Vermieter, der den Club zu sabotieren versuchte.
Moderne Interpretationen (2006-heute)
„Micky Maus Wunderhaus“
In dieser Vorschulserie wurde Karlos Charakter deutlich freundlicher gestaltet. Als Semi-Antagonist zeigt er auch seine sympathische Seite: Er handelt mit der Gruppe, organisiert Feiern und zeigt sich fürsorglich. Seine imposante Erscheinung und sentimentale Ader, besonders bezüglich seiner „Petey-Puppen“, werden betont.
Der greundliche Kater Karlo aus „Micky Maus Wunderhaus“. Bildquelle: Fandom
„Micky und die flinken Flitzer“
Karlo tritt hier sowohl als Rennfahrer im Wettbewerb gegen Micky als auch als normaler Bürger auf. Die Serie stellt auch verschiedene Alter Egos und Verwandte der Figur vor.
„Micky Maus“ & „Die wunderbare Welt von Micky Maus“ (2013/2020)
Diese neueren Serien greifen Karlos klassisches Design mit Holzbein wieder auf. Unter der bewährten Synchronisation von Jim Cummings kehrt er zu seiner ursprünglichen Rolle als Bösewicht zurück.
Kater Karlo in „Micky Maus“. Bildquelle: Fandom
Spielfilme und Kurzfilme
Hauptrollen in Filmen
„Der Prinz und der Bettelknabe“ („The Prince and the Pauper“)
Als Hauptmann der königlichen Garde terrorisiert Kater Karlo in dieser Mark-Twain-Adaption England. Nach Intrigen um eine Verwechslung zwischen Prinz und Micky Maus wird er im finalen Showdown durch Goofys Tollpatschigkeit besiegt, als ein Kronleuchter ihn und seine Wiesel-Garde durch ein Fenster befördert.
„Micky, Donald, Goofy – Die drei Musketiere“ („Mickey, Donald, Goofy: The Three Musketeers“)
Als Hauptantagonist und Kapitän der Musketiere plant Karlo 2004 mit Klarabella und den Panzerknackern die Machtübernahme in Frankreich. Sein Plan, Prinzessin Minnie zu beseitigen, scheitert trotz geschickter Manipulation. Bemerkenswert ist sein Schurken-Song zur Musik von „In der Halle des Bergkönigs“.
Kater Karlo in „Micky, Donald, Goofy – Die drei Musketiere“. Bildquelle: Fandom
In dieser Dickens-Adaption von 1983 verkörpert Karlo eindrucksvoll den Geist der zukünftigen Weihnacht. Mit nur einem Satz („Warum deins, Ebenezer. Der reichste Mann auf dem Friedhof!“) und dämonischem Lachen schafft er eine unvergessliche Szene.
„Mickys fröhliche Weihnachten“ („Mickey’s Once Upon a Christmas“)
Im Film von 1999 zeigt sich Karlos Vielseitigkeit: Als Goofys Nachbar zerstört er Max‘ Weihnachtsmann-Glauben und tritt zusätzlich als Mickys Chef eines Weihnachtsbaumverkaufs auf.
Sympathischere Rollen
„Goofy – Der Film“ („A Goofy Movie“) und „Goofy nicht zu stoppen“ („An Extremely Goofy Movie“)
Basierend auf der Serie „Goofy und Max“ zeigt sich Karlo von seiner sympathischeren Seite und tritt als Goofys bester Freund auf, auch wenn er seinen mürrischen und hinterhältigen Charakter nicht ganz ablegt.
Cameo-Auftritte
Weitere Filmauftritte
Karlo hat Gastauftritte als Toontown-Polizist in „Falsches Spiel mit Roger Rabbit“ und als verkleideter Prinz Ali in „Chip und Chap: Die Ritter des Rechts“ (2022), wo er einen Raubkopie-Film dreht.
Videospielauftritte
Frühe Konsolenspiele (Game Boy & NES)
In „Mickey’s Dangerous Chase“ (Game Boy) ist Karlo der finale Boss, der ein Geschenk von Micky an Minnie stiehlt. In „Mickey Mousecapade“ (NES) erscheint er als Piratenkapitän, während er in „Adventures in the Magic Kingdom“ (NES) als „Panhandle Pete“ den Spieler zu einem Rennen herausfordert.
Capcom-Spiele
In der „Disney’s Magical Quest“-Trilogie tritt Karlo als Hauptantagonist auf, der verschiedene Herrscher-Rollen einnimmt. In „World of Illusion“ und „Legend of Illusion“ ist er ebenfalls der Endgegner, wobei seine Rolle von einem gefährlichen Bösewicht bis zu einem spielerischen Gegner reicht.
Action- und Abenteuerspiele
In „Mickey Mania“ verfolgt Karlo Micky durch verschiedene Zeitperioden, von „Steamboat Willie“ bis „Der Prinz und der Bettelknabe“. In „Quackshot“ taucht er als Gegenspieler von Donald Duck auf, während er in „Goofy’s Hysterical History Tour“ als sabotierender Hausmeister erscheint.
Moderne Konsolenspiele
Die „Epic Mickey“-Reihe zeigt verschiedene Versionen von Karlo, von „Small Pete“ bis „Big Bad Pete“. In „Disney Magical World“ (3DS) und „Disney Magic Kingdoms“ (Mobile) erscheint er als freischaltbarer Charakter mit verschiedenen Kostümen.
Weitere Auftritte
In diversen Spielen wie „Mickey’s Speedway USA“ (als Rennfahrer), „Magical Tetris Challenge“ (als Hauptgegner) und „Disney Think Fast“ (als freischaltbarer Charakter) zeigt sich Karlos Vielseitigkeit.
Kingdom Hearts-Reihe
In der „Kingdom Hearts“-Serie entwickelt sich Karlo vom Dampfschiffkapitän zum Handlanger der Hexe Malefiz. Trotz seiner wiederkehrenden Rolle als Antagonist zeigt er sich oft unfähig in der Ausführung seiner Pläne, bleibt aber seiner Meisterin loyal. Seine Auftritte erstrecken sich über die gesamte Serie, von den Hauptspielen bis zu den Spin-offs, wobei er verschiedene Rollen einnimmt – vom selbsternannten „Captain Justice“ bis zum treuen Diener Malefiz‘.
Kater Karlo in den „Kingdom Hearts“ – Reihe. Bildquelle: Fandom
Alles Gute, Kater Karlo
Lieber Kater Karlo! Als einer der langlebigsten Disney-Charaktere hast du dich über ein Jahrhundert hinweg weiterentwickelt und dabei nie deinen einzigartigen Charme verloren. Von deinen Anfängen als listiger Bösewicht bis hin zu deinen vielschichtigen modernen Interpretationen bist du zu einer wahrhaft unvergesslichen Figur geworden. Ich hoffe von Herzen, dass du auch in den nächsten 100 Jahren deine faszinierende Mischung aus sympathischem Schurken und liebenswert-verrücktem Charakter beibehältst, die dich so besonders macht.
Im Disneyland Anaheim durfte ich in Toontown Kater Karlo endlich ganz persönlich treffen. Bildquelle: Eigene Fotos